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Krafttraining im Alter: Die Geheimnisse für einen starken und gesunden Körper

Krafttraining im Alter: Die Geheimnisse für einen starken und gesunden Körper Deutschland wird immer älter. Dieser demografische Wandel ist größtenteils bekannt. Im Jahr 1991 waren knapp 15 % der Bevölkerung über 65- Jahre alt. 2021 stieg der Anteil der über 65-jährigen Bevölkerung auf 22 %. Die Zahl, der über 85-Jährigen hat, sich im gleichen Zeitraum sogar verdoppelt. (von 1,2 Millionen (1991) auf 2,6 Millionen (2021) über 85 Jahre). (Statistisches Bundesamt, 2019).   Gerade daher wird es immer wichtiger gezielt dem Verlust von Kraft und Muskelmasse entgegenzuwirken. Alltägliche Aufgaben wie Treppen steigen, Einkäufe tragen oder das einfache aufstehen von einem Stuhls werden ab einem gewissem Alter immer schwieriger. In diesem Artikel geht es um die Verbesserung der Lebensqualität im Alter. Dabei werden die Vorteile eines Krafttrainings im Alter hervorgehoben und der Grund für den allmählichen Muskelverlust näher betrachtet.   Mit gezielten Maßnahmen und einem exemplarischen Trainingsplan können so das Risiko altersbedingter Krankheiten wie Diabetes, Herzerkrankungen und Osteoporose gesenkt werden. Krafttraining im Alter hilft die Lebensqualität im Alter zu steigern. Gründe für das Krafttraining im Alter Hauptursache für den Verlust von Muskelkraft im fortschreitenden Alter ist der altersbedingte Rückgang von Skelettmuskulatur. Diesen Prozess wird im Fachbereich als Sarkopenie bezeichnet. (Roth, Ferrell & Hurley, 2000; Roubenoff & Castaneda, 2001; Waters, Baumgartner & Garry, 2000). Auslöser sind altersbedingte Vorgänge wie der Rückgang der Proteinsynthese, Verlust von Muskelfasern aber auch ein gewisser Lebensstil, insbesondere Bewegungsmangel.   Darunter leiden besonders alltägliche Herausforderungen wie Treppensteigen, stehen und gehen, das Aufstehen von Stühlen oder das Tragen von Lasten. So sinkt zunehmend die Arbeits- und Erwerbsfähigkeit und die Selbstständigkeit, sowie Selbstversorgung sind massiv gefährdet. Dies ermöglicht eine Teufelsspirale, die mit sinkender Lebensqualität einhergeht. Effekte eines zielorientierten Krafttrainings! Anpassungseffekte von Krafttraining sind altersunabhängig und so reagiert der Körper auf entsprechende Reize. All diese Effekte verbessern die persönliche Lebensqualität deutlich. Verbesserung der Kraftfähigkeit und Muskelhypertrophie! Regelmäßiges Widerstandstraining mit Gewichten erhält die Muskulatur und kann sie sogar aufbauen. Zum anderen ist es möglich bis ins hohe Alter schwere Widerstände zu bewegen. Dies beugt vor allem Rücken- und Gelenkbeschwerden vor und ermöglicht es unsere Einkäufe, unsere Wäsche etc. noch lange selbst tragen zu können. Erhöhte Knochenfestigkeit und Gelenkstabilität Ein weiterer großer Vorteil des Krafttraining ist die Verbesserung der Knochengesundheit. Regelmäßiges Training mit Gewichten kann dazu beitragen, die Knochendichte zu erhalten und das Risiko von osteoporotischen Frakturen zu verringern. Dies ist besonders wichtig, da ältere Erwachsene ein höheres Risiko für Knochenbrüche haben. Die Gelenke werden geschmiert, durch den Aufbau von Muskeln wachsen Sehnen und Bänder mit. Insgesamt werden die Gelenke stabiler. Der Stoffwechsel wird aktiv Mit zunehmendem Alter verlangsamt sich der Stoffwechsel, was zu einer Gewichtszunahme und einer Abnahme der Muskelmasse führen kann. Training kurbelt den Stoffwechsel, indem es den Körper dazu anregt, mehr Kalorien zu verbrennen, sowohl während des Trainings als auch in Ruhephasen. Durch die Steigerung des Stoffwechsels kann das Gewicht besser kontrollieren und die Körperzusammensetzung verbessern. Reduziertes Sturzrisiko Das Sturzrisiko ist bei älteren Erwachsenen erhöht, was zu schweren Verletzungen und Beeinträchtigungen führen kann. Krafttraining verbessert die muskuläre Koordination zwischen Muskeln und im Muskel selbst. Durch die gezieltes Training der Bein- und Rumpfmuskulatur können ältere Erwachsene ihre Mobilität erhalten, Gleichgewicht und Stabilität verbessern und sicherer durch den Alltag gehen. Trainierbarkeit und Empfehlungen für das Krafttraining für Ältere Das Krafttraining im Alter noch große Anpassungen hervorrufen kann ist unumstritten. Wichtig ist, dass das Krafttraining an die Bedürfnisse des Sportlers angepasst werden müssen. Hier spielen Faktoren wie Trainingserfahrung, körperliche Voraussetzungen, körperliche Beschwerden etc. eine große Rolle. Die Trainingsreize sollten so hoch sein, dass dem Verlust der Muskelmasse entgegengewirkt oder neu aufgebaut werden kann. Ebenfalls sollte der Kraftaufbau eine Rolle spielen. Studien zeigen, dass die Lebenserwartung eng mit der Körperkraft in Verbindung steht. (Gale, Martyn, Cooper & Sayer, 2007; Metter, Talbot, Schrager & Conwit, 2002; Newman et al., 2006; Rantanen et al., 2000; Sasaki, Kasagi, Yamada & Fujita, 2007) Dabei sollte Vorsicht bei standardisierten Plänen aus dem Internet geboten werden. Zwar bilden sie eine gute Grundlage für ein Training, dennoch müssen drei wichtige Punkte berücksichtigt werden: Punkt 1: Die Individualität: Jeder Sportler bringt andere Vorsetzungen mit. Alter, Geschlecht, körperliche Vorrausetzungen, aber Faktoren wie Trainingserfahrung und Krankheitsverlauf bilden individuell unterschiedliche Ausgangspositionen. Ein Plan, der auf mich abgestimmt ist, kann bei einem anderen Sportler keinen Effekt haben.   Punkt 2: Periodisierung Eine körperliche Leistung kann nicht auf lange Sicht gehalten werden. Der Körper erreicht an einem bestimmten Punkt eine gewisse Stagnation in der Leistung. Um ein Ergebnis auf dauerhaft zu behalten ist es wichtig, phasenweise andere Zielsetzungen zu haben. Ein stetiger Wechsel zwischen koordinativen Aufgaben, verschiedenen Kraftaspekten (z.B. Muskelaufbau und Kraftausdauer) und Training im konditionellen Bereich sind für eine langfristige körperliche Leistung wichtig.   Punkt 3: Progressive Belastungssteigerung Um eine Leistung zu verbessern, bedarf es einen überschwelligen Reiz. Ein dauerhaft gleicher Reiz führt zwangsläufig sogar zu einem Leistungseinbruch. Daher müssen Belastungen erhöht werden, dies kann kontinuierlich oder sprunghaft erfolgen. Um langfristige Effekte zu erzielen, sind kontinuierliche Reize besser. Handlungsempfehlung für ältere Menschen Die American College of Sport Medicine hat eine Handlungsempfehlung speziell für ältere Menschen empfohlen. Parameter Empfehlung Erläuterung Trainingshäufigkeit 2-3 Einheiten/ Woche 2-3 Einheiten für jede große Muskelgruppe Sätze/Serien 1-3 Sätze/ Übung 1 Satz für Trainingseinsteiger, Steigerung auf 2-3 Sätze Wiederholungen 10-15, 8-12 oder 15-20 10-15 Wdh zum Einstieg, 8.-12 Wdh zum Muskelaufbau, 15-20 zur Verbesserung der Kraftausdauer Intensität 60-70 % oder 70-85% vom absoluten Maximum (1RM) 60-70% bei Einsteiger, 70-85 % Fortgeschrittene Übungsauswahl 8-10 unterschiedliche Übungen Übungen die besonders große Muskelgruppen ansprechen und mehrere Gelenke mit einbeziehen Belastungsform Maschinen oder freie Gewichte Maschinen sind besonders für Einsteiger geeignet, mit zunehmender Erfahrung auch freie Übungen mit Hanteln Kraftsport im Alter ist essenziell Krafttraining im Alter hat nichts mit dicken Muskelbergen zu tun. Ebenfalls der Mythos das es im Alter eh nichts mehr bringen wird, ist vollkommen falsch. Krafttraining im Alter hält uns dauerhaft mobil und leistungsfähig. Treppensteigen, Einkäufe tätigen oder einfach das Enkelkind auf den Arm heben können sind Vorteile die Krafttraining im Alter mit sich bringen und dafür ist es nie zu spät. Plan Downloaden Medien Pixabay:  wal_172619 (Coverbild) Michal Jarmoluk   Pexels: Kampus

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Das sportliche Training

Das Training: Strategien wie du deine Trainingsziele erreichst

Das Training: Strategien wie du deine Trainingsziele erreichst Wenn du deine Fitness steigern, dein Gewicht reduzieren oder die Form deines Lebens erreichen möchtest, dann ist es wichtig gezielte Maßnahmen anzuwenden. In diesem Artikel erfährst du mehr darüber, wie du effektiv trainierst und ein klares Ziel vor Augen hast. Lass uns beginnen! Das sportliche Training Um die eigene Leistung zu verbessern, müssen wir verstehen, was „Training“ eigentlich bedeutet. Dabei ist eine genaue Definition nicht genau möglich. Während Martin (1993, S. 16)die Definition wettkampforientiert ausrichtet. Geben Hollmann und Hettinger (2010, S. 124) eher eine im Breitensport angelehnte Definition. Grundsätzlich lässt sich aber feststellen, dass sportliches Training die körperliche Leistungsfähigkeit verbessern soll und unter biologischen Gesetzmäßigkeiten abläuft. Dabei müssen drei wesentliche Punkte beim Training vorliegen, um  langfristig eine Leistungsverbesserung zu erzielen: Das Training muss gezielt, planmäßig und systematisch ablaufen. Trainingsziele setzen Das Training muss zielgerichtet sein! Entsprechend der individuellen Vorrausetzungen und Möglichkeiten des Sportlers werden gezielt Methoden und Maßnahmen unternommen, um das Ziel zu erreichen. Das kann ein bestimmter Plan im Bereich Kraftsport sein oder ein Höhentraining, Bergtraining etc. sein. Ein Ziel zu haben, ist dabei unerlässlich.Tipp: Ziele müssen mindestens drei Eigenschaften vorweisen. Sie müssen inhaltlich klar definiert sein, sie müssen ein Ausmaß haben und zeitlich genau terminiert sein. Daher sind „fitter sein“, „schlanker sein“ etc. keine Ziele. Ein Ziel z.B. lauten ich möchte bis zum 31.12.23 die 5 km in unter 30 min laufen. Trainingsplan erstellen Das Training muss planmäßig verlaufen. Es wird eine Struktur mit genau festgehaltenen Schritten erarbeitet, die zum Erreichen der Ziele führen. Diese Struktur wird im Voraus erarbeitet, die Inhalte und Methoden, Belastungsstruktur und Organisationsformen werden dabei festgelegt.Tipp: Kein Leistungssportler trainiert die komplette Saison unter voller Belastung. Es macht Sinn einen langfristigen Trainingsplan mit vielen kleinen Trainingsschritten zu erstellen. Dieser wird vorab unter Berücksichtigung der persönlichen Ziele und der individuellen Trainingserfahrung erstellt. Dabei sollten alle motorischen Fähigkeiten berücksichtigt werden! Wie wird der Trainingsplan erstellt Das Training muss systematisch erfolgen und erfolgt in regelmäßigen und dauerhaft aufbauenden, Trainingsschritten. Dabei wird jeder Schritt genau absolviert, kontrolliert und gesteuert. Nur dann lässt sich der Erfolg maximieren.Tipp: Mach deinen Plan nicht von Tagesformen abhängig. Trainingspläne sollten auch unter Berücksichtigung deines Alltages erstellt werden. Meine Buchempfehlung! Hypertrophietraining: Wissenschaft und Praxis für optimalen Muskelaufbau. Richte das Training auf Langfristigkeit aus Sportliches Training ein ist ein langfristiger Prozess, der sich auf vier Ebenen entwickelt. So ist Training ein zielorientierter Prozess, der planvoll und systematisch auf Langfristigkeit angelegt ist. Dabei sollte sich an das eigene individuelle Leistungsniveau und dem persönlichen Ziel orientiert werden. Darauf basierend wird die Methodik des Trainings festgelegt.   Unser Körper reagiert im gewissen Maßen mit gleichen Gesetzmäßigkeiten auf eine Trainingsbelastung, diese sind aber höchst individuell und von Sportler zu Sportler unterschiedlich. Belastungsreize und Anpassungszeitraum zwischen Sportlern sind abhängig von vielen Faktoren, wie Genetik, Trainingszustand, Motivation etc. Dies muss bei der Planung und Durchführung berücksichtigt werden. Training ist also ein Prozess der Spezialisierung und ein Prozess der Anpassung.   Werden diese individuellen Faktoren und die biologischen Grundsätze berücksichtigt, wird die persönliche Leistung nur durch dauerhaftes, systematisch und progressives Training steigen. Tagesaktuelle und einmalige Trainingseinheiten werden keine Resultate vollbringen. Somit ist Training ebenfalls ein Prozess der Steuerung. Training versus Üben Obwohl beide häufig als Synonym verwendet werden, beschreiben sie dennoch zwei unterschiedliche Wörter. Während das Training grundsätzlich auf eine körperliche Anpassung abzielt, soll das Üben eine Verbesserung von Bewegungsfertigkeiten erreichen. Beispielsweise zielt das Bankdrücktraining auf einen Aufbau der Brustmuskulatur ab, während die Übung des Bankdrückens eine gezielte Verbesserung der Technik im Bankdrücken im Sinn hat. Grundgedanken für die Praxis. Soll ein Training nun effektiv und erfolgreich sein, ist es unerlässlich konkret sein Ziel zu bestimmen. Je konkreter und spezieller das Ziel ist, desto zielstrebiger wird der Weg zum Ergebnis sein. Erst wenn das Ziel greifbar ist, kann planmäßig und systematisch das Training erfolgen. Dabei sind Geduld und Beständigkeit zwei wichtige Eigenschaften zum Erfolg. Die einzelnen Schritte: Setze dir genaue Ziele Erstelle dir vorab einen Trainingsplan Kontrolliere deinen Fortschritt  und passe deine Ziele stetig an Literaturverezeichnis Hollmann, W. & Hettinger, T. (2000). Sportmedizin. Grundlagen für Arbeit Training und Präventivmedizin (4. Aufl.). Stuttgart: Schattauer   Martin, D., Carl, K. & Lehnertz, K. (1993) Handbuch Trainingslehre (2. Auflage). Schorndorf: Hofmann Medien Pixabay:  Ichigo121212 (Coverbild) Meine Premiumpartner Perform Better Zum Shop Athletic Green Zum Shop Best Body Nutrition Zum Shop

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